Mission accomplished – 35. Internationaler Trierer Stadtlauf

OK, Mission accomplished bedeutet eigentlich „Mission erfüllt“ dazu aber dann später mehr.

Der Untertitel meines Blogs heisst ja „Mein Weg zum Trierer Stadtlauf“ und genau dieses Ziel habe ich am Sonntag den 24.06.2018 erreicht. Die Vorbereitungszeit für diesen Lauf ging von August 2017 bis genau zum Start des Events.

Ich mache nochmal ein Resümee wann, warum und wie ich das überhaupt angegangen bin. Die meisten meiner fleißigen Leser werden diesen Inhalt kennen aber ich denke es gehört zu einem Abschlusswort einfach dazu.
Hat er Abschlusswort gesagt? Ja hat er…. auch dazu etwas später mehr.

Resümee

Ich weiß gar nicht mehr so genau seit wann es mein Ziel war einmal die 10km-Strecke beim Trierer Stadtlauf zu bewältigen. Es ist lange her, denn damals war ich aktiv im Fitness-Wahn und konnte damals bereits in kurzer Zeit eine Menge Kilos wegtrainieren die aber nach einer Verletzung auch wieder schnell auf den Hüften waren. Auf jeden Fall hatten wir damals die Fantasie am Stadtlauf teilzunehmen.

Einige Jahre vergingen und ich startete natürlich nicht. Wie auch? Ich hatte überhaupt keine Zeit mehr um zu trainieren. Ich war Selbständig ( der größte Fehler meines Lebens ) und ackerte von Montags bis Sonntags meistens mindestens 10 Stunden am Tag während andere „Kollegen“ bereits täglich um 14 Uhr zuhause waren und sich auch meinem Traum, dem Laufsport, widmen konnten. Zu den Zeiten an denen es ganz schlimm war sah man überall, ob bei Facebook oder anderen Sozialen Medien, Laufberichte von Freunden und Bekannten.

2016 kam dann das Aus für die Selbständigkeit aber auch danach hatte ich nicht viel Glück mit den Arbeitsstellen. Entweder versauten mir bekloppte, menschenverachtende Chefs oder sogar eine Insolvenz des Betriebes meine Lust, Motivation oder was auch immer.

Als die Frau meines besten Freundes Axel beim Stadtlauf 2016 teilnahm ( zu dem ich zwar auch angemeldet war aber Aufgrund mangelnden Trainings nicht starten konnte ) fiel mir ein Flyer von Citysport Trier in die Hand auf dem Laufkurse angepriesen wurden. Finanziell zu der Zeit angeschlagen war ein professioneller Laufkurs aber leider nicht drin. Also musste ich weiter warten.
Im Juli 2017 war es dann soweit. Die Arbeitszeiten waren etwas humaner und die Waage zeigte ein Gewicht von inzwischen 106,5 kg an. Jedes Bücken war mit Atemnot verbunden jedes Treppensteigen eine Qual. Es musste was passieren. So konnte es nicht weitergehen.

Mir fiel der Flyer wieder ein und auf der Internet-Seite von Citysport Trier fand ich dann auch die aktuellen Laufkurse. Ich meldete mich für den Anfängerkurs I an mit dem Ziel 5km am Stück laufen zu können. Er startete Zeitnah und passte zu meinem täglichen Arbeitsweg.

Treffpunkt war Mittwochs um 18 Uhr am Parkplatz des Südbades Trier. Laufklamotten hatte ich noch keine und ich orderte mir eine Laufhose über eBay und leistete mir eine paar Laufshirts, die im Real Kenn wegen Fehlern im Material auf 1€ / Stück reduziert waren. Viel Geld wollte ich noch nicht in das erste Equipment investieren, ich wusste ja nicht, ob ich das Training auch komplett durchziehen würde bzw. konnte. Meine alten Laufschuhe, Nike Air irgendwas, waren auch noch vorhanden und sollten es erstmal tun. Die erste Einheit war bereits der Hammer. Neben einem Aufwärmtraining und einem kleinem Ausflug in das Lauf-ABC stand ein Tempowechsellauf auf dem Plan. 15x jeweils eine Minute laufen und im Wechsel 1 Minute gehen. Ich habe ( glaube ich ) in meinem Leben noch niemals so geschwitzt wie in dieser Trainingseinheit. Hier dachte ich schon, dass ich das niemals komplett schaffen könnte. Nach dem vierten oder fünften Training kam dann das große Patella-Problem. Das Gewicht dass ich mir über all die Jahre angefuttert hatte belastete meine Knie so stark dass sich die Patella-Sehnen beider Beine entzündete und nach dem eigentlichen Training ein Einsteigen in das Auto zu einer massiv schmerzenden Angelegenheit machte. Auch der Alltag an den trainingsfreien Tagen war nur noch mit massiven Schmerzen bei jeder kleinsten Bewegung verbunden. Hier sah ich erneut keine Chancen den Laufkurs erfolgreich zu beenden. Ich verabschiedete mich sogar schon beim Trainer und wünschte allen Teilnehmern viel Erfolg für ihre sportliche Zukunft.
Per Selbstversuch habe ich nach einem Ausweg aus dieser Misere gesucht und testete sogenannte Patella-Bänder im Internet. Es war wie ein Wunder. Als ich die Bändern angelegt hatte und die Patellasehne somit unter Druck stand waren die Schmerzen bereits nach 5 Minuten verschwunden. Komplett! Ich versuchte dann am folgenden Trainingstag mit diesen Bändern mitzulaufen und es funktionierte…ohne Schmerzen! Ich konnte so den Laufkurs erfolgreich beenden und innerhalb der 12 Wochen genau 12 kg abspecken.

Die Winterzeit verbrachte ich auf meinem Laufband, was endlich mal Verwendung fand und konnte so mein Gewicht auf 92kg reduzieren. Ich nahm zum Ersten mal an einem Wettkampf teil, dem 5km Lauf beim Nikolauslauf des TC Salmtal. Das war anstrengend ( ich dachte ich würde unterwegs sterben ) aber ich kam ans Ziel. Ein Erfolg!

Über Silvester bis fast in den Februar war ich stark erkältet. Die Lunge war zu die Nase am Laufen, Atmen war eine Qual und das Training fiel aus. die 92kg Marke konnte ich nur kurzzeitig knacken und lag krankheitsbedingt nah an der 90kg Marke. Als ich dann wieder relativ fit war pendelte sich das Gewicht wieder bei 92kg ein und hielt seit dem beharrlich ein Niveau.

Am 10. März nahm ich dann am Schweicher Fährturmlauf teil. Dieser wurde vom Lauftreff Schweich veranstaltet und ging für mich über 5 km. Mein Ziel war die Strecke unter 30 Minuten zu laufen und ich schaffte es in 29:58 min. Da mir das Event und die Organisation sehr gut gefiel informierte mich über den Verein und vereinbarte ein Probetraining auf der Bahn in Schweich an einem der Folgetage. Das war der erste Schlag in die Fresse den ich seit meiner Aktivität als „Läufer“ hatte. Mit dem Glauben daran einigermaßen fit zu sein stolzierte ich zum Sportplatz und schloss mich dem Training an. Der Empfang war herzlich und die Leute alle superfreundlich. Aber fit war ich nicht. Nichtmal im Ansatz. Das was dort als Aufwärmtraining gemacht wurde war eine ganze Trainingseinheit für mich. Das „normale“ Training dort hat mich so massiv überfordert, dass ich nachdachte ob der Laufsport überhaupt was für mich ist. Ich war so dermaßen am Boden zerstört, dass ich nicht mehr schlafen konnte und mir das Versagen an dem Trainingstag nicht mehr aus dem Kopf ging.

Am Folgetag habe ich dann den Antrag auf Mitgliedschaft beim LT Schweich eingereicht. Warum wenn ich doch so enttäuscht war? Ich war ja nur von mir selbst enttäuscht und mir war klar, dass ein Fortschritt nur mit Hilfe von erfahrenen Läufern zu erzielen war. Ich war auch bereit alles zu geben um meine Leistungsfähigkeit einmal mehr zu steigern.

Beim ersten Wald-Training als Member fragte man mich ob ich denn 8km Laufen könnte. Mir wurde schlagartig übel, ich bin doch erst 5 km am Stück gelaufen und noch nie mehr. Aber ich versuchte es und konnte das erst Runtastic-Feeling seit langem verspüren als ich mit Ellen zusammen am Zielpunkt nach genau 8 km ankam. Es war einfach fantastisch und genau das ist es was diesen Sport ausmacht. Immer wieder neue Grenzen überwinden und scheinbar undenkbares möglich machen. Das ist Laufen.

In den folgenden Wochen liefen wir konstant diese Distanz und sie fiel mir, inklusive dem Höllenanstieg, nach kurzer Zeit nicht mehr schwer. Auch der Muskelkater der am Anfang extrem war verschwand mit der Zeit. In einem der Folgetrainings fragte mich Ellen ob ich denn mal EINEN Kilometer mehr laufen wollte und da ich ja inzwischen die 8km problemlos laufen konnte schloss ich mich dem Vorhaben an. Der Kilometer kam mir aber extrem lang vor und am Ende angekommen zeigte meine Apple-Watch eine zurückgelegte Distanz von 10km an! Wahnsinn! Ich bin zum ersten mal in meinem Leben 10km am Stück ohne Unterbrechung gelaufen! Ich kann euch sagen, das Feeling war trotz der leichten Erschöpfung fantastisch und unbeschreiblich! Die 10km Marke war geknackt! Mit psychologischen Tricks aber das ist ja am Ende egal.
Dann kam der 10km Lauf in Mertesdorf den ich mit einer Zeit von 1:04:27 abgeschlossen habe. Die Strecke war schön aber das Wetter war unerträglich heiß. Hier war ich froh als ich lebend im Ziel ankam.

In der Firma in der ich angestellt bin habe ich für den Laufsport mal kräftig die Werbetrommel gedreht und einige Läufer für den Firmenlauf in Trier rekrutieren können. Gemeinsam konnte jeder halbwegs unversehrt das Ziel erreichen. Das war eine tolle Leistung und hat mich sehr gefreut. Weitere Laufevents sind bereits in Planung.

Einen der schönsten Läufe die ich bisher mitgemacht habe war der Mitternachtslauf in Kröv am 19.Mai dieses Jahres. 8km waren zu schaffen und das Event fand namensgerecht zu später Stunde statt. Weh getan hat die Tatsache, dass ich bereits in der Junggebliebenen-Gruppe antreten musste. Aber ok, ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. Zusammen mit Hannelore (ebenfalls vom LT Schweich) liefen wir die Runden in konstantem Tempo und nahezu gleichbleibendem Abstand. Lediglich in der letzten Runde verkürzte sie die Distanz zwischen uns und motivierte mich noch einmal mit voller Energie und schnellem Schritt den Zieleinlauf anzugehen. Hannelore ist ein toller Laufbuddy. Auch der Trainer Dirk lief in der letzten Runde kurz neben mir und feuerte mich an. Das war cool und bestätigte meine Entscheidung Mitglied in diesem Verein zu werden.

Da sich mein Gewicht nicht verändert hat bin ich fast verzweifelt. In der Woche lief ich 2-3x 10-11km aber die Waage zeigte immer +/- 92 kg an. Ich entschloss mich dazu mich an meinen guten Freund Fabian zu wenden der früher ebenfalls dem Fitness-Sport verfallen war und das auch heute noch so gut wie möglich absolviert. Gemeinsam erforschten wir mein Ernährungsverhalten und stellten schnell fest, dass ich nicht zu viel esse sondern eher zu wenig und zu unregelmäßig. Er erarbeitete ein Ernährungskonzept welches sich auch in meinen Alltag integrieren lies und wir testen die Menüs von fittaste.com aus. Schnell fiel mir auf, dass ich über viel mehr Energiereserven verfüge wenn ich mich an diesen Ernährungsplan halte und auch die Waage fand den Weg in Richtung 90kg. Lediglich die Wochenenden versauten mir das Ziel noch vor dem Stadtlauf die 90er Marke zu knacken obwohl ich nicht wirklich was anderes an diesen Tagen gemacht habe. Das Gewichtanzeigemaschinchen ist im Moment bei 90,7kg und wartet nur darauf in den kommenden Wochen die magische Grenze zu unterschreiten und endlich mal wieder eine 8 an vorderster Stelle anzuzeigen.
Dann stand der Trierer Stadtlauf auf dem Plan und somit kommen wir zum eigentlichen Thema dieses Blogbeitrages.

35. Internationaler Trierer Stadtlauf

Kann bei mir mal alles wie geplant funktionieren? Nein! Das geht bei mir nicht. Pünktlich zwei Wochen vor dem Start wird die CFL ( Luxemburger Bahn ) unpünktlich und verhindert mehrfach, dass ich pünktlich zum Lauftraining komme. Dann fallen Elternabende genau auf Trainingstage und logistische Probleme sind Grund für mein Fehlen bei der Vorbereitung.
Eine Woche vor dem Start plagen mich starke Kopfschmerzen die dann in einer mittleren Erkältung enden. Atemwege „belegt“ und die Nase macht das was ich gerne tun würde: sie läuft. Aber jetzt habe ich solange auf diesen Tag trainiert, ich habe mich für einen Start entschieden. Als kleines Ziel habe ich mir gesetzt den Lauf in unter 60 Minuten zu absolvieren.

Das Team!
Das Team!

Mein Freund Axel war mit seiner Frau angereist und beide wollten mit mir starten. OK, ich denke ich habe sie lange genug damit genervt und sie hatten wohl keine andere Wahl als sich anzumelden. Ja ich kann hartnäckig sein *hihi*.
Am Vortag machte ich mich auf den Weg um die Startnummern abzuholen. Ich war ein wenig gespannt denn ich erhoffte eine kleine Startnummer zu haben weil ich mir ziemlich sicher war einer der ersten gewesen zu sein die sich auf der offiziellen Internetseite angemeldet hatten. Das war auch der Grund wieso ich beim Lauf noch unter dem Banner von laufportal.net und nicht mit LT Schweich gemeldet war. Ich wollte eine Änderung der Startnummer bei Anpassung des Vereins nicht riskieren.

Die erste freie Startnummer - 20
Die erste freie Startnummer – 20

Ich erhielt die Startnummer 20 welche die erste freie Startnummer war. Ich war also der erste der sich angemeldet hatte. Wenn man jetzt die Teilnehmerliste des 10km-Laufs nach Startnummern sortiert habe ich auch mal Platz 1 😉 An der Startnummernausgabe traf ich auf einen ehemaligen Arbeitskollegen, Fernand, der mir immer wieder Tipps zum Laufsport gab und selbst aktiver Läufer auch auf Halbmarathon und Marathonstrecken ist. Ich hatte ihn lange nicht mehr gesehen und war sehr froh ihn bei diesem Event wieder mal getroffen zu haben. Laufsport verbindet eben.

Startnummernausgabe
Startnummernausgabe

Nach einem kleinen Frühstück waren wir vor der Porta Nigra angekommen und einige Lauftreffler haben sich bei mir eingefunden. Darunter auch die liebe Hannelore mit der ich ja bereits beim Mitternachtslauf Kröv gestartet bin. Hannelore ist ein bemerkenswerter Mensch. Sie strahlt eine solche Leidenschaft für den Laufsport aus und man merkt, dass es ein Teil ihres Lebens ist. Fantastisch. Die ersten Lautsprechertests erfolgten. Ja man kann es ruhig mal ansprechen, ich war wirklich aufgeregt und hibbelig ( Gibt es dieses Wort überhaupt? ).

Fett aber nett
Fett aber nett

Meine Frau ( inzwischen ausgebildet zur Kamerafrau ) und meine beiden Kinder ( sie wollten auch beim Bambinilauf mitmachen aber auch sie waren erkältet ) waren ebenfalls dabei und feuerten den Papa ein bisschen an. Nach einigen Fachgesprächen ertönte dann der Countdown und der Mob mit ca. 950 Personen setzte sich in Bewegung.

Adrenalin liegt in der Luft
Adrenalin liegt in der Luft

Man konnte das Adrenalin der Teilnehmer förmlich spüren. Vorbei an der Porta Nigra, dem schwarzen Tor in Trier, ging es Richtung Verteilerkreis über die Paulinstraße an der auch die erste Verpflegungsstation zu finden war. Hier muss ich mal schimpfen, denn die Tische waren ja mal wirklich blöd positioniert. Wer ganz links gelaufen ist erkannte die Tische bei dem noch dichten Gedränge sehr spät und musste ruckartig ausweichen und behinderte somit andere Läufer. In der Paulinstraße waren einige Zuschauer die mit allen möglichen Mitteln rhythmische Klänge erzeugten um die Läufer aufzubauen und anzufeuern.

Da lief es noch...
Da lief es noch…

Bis zum Verteilerkreis ging alles gut. Ich hatte eine Pace von etwas über 5 Minuten was also gut im Schnitt für das gesetzte Ziel lag. Aber dann… Der erste Hustenanfall überkam mich und das Atmen viel mir schwerer. Der Sauerstofftransport funktionierte wohl nicht so wie es sein sollte und die Energiereserven brachen ein. Scheiß Erkältung! Die ersten Gedanken an einen Abbruch kamen mir in den Sinn wurden aber schnell durch ein „Aufgeben ist keine Option!“ überschrieben. Noch gut zwei Kilometer konnte ich meine Pace halten. Bekannte Streckenposten wie z.B. Ellen riefen mir immer wieder zu und feuerten mich an. Für kurze Momente konnte ich Kraftreserven mobilisieren und nochmal für einige Meter mein Tempo etwas erhöhen. In meinem Kopf lief der Streckenverlauf im Zeitraffer ab und ich dachte „Oh Gott! Das musst du alles noch durchlaufen! Das schaffst du heute nicht!“ Die Pace brach auf knapp über 6 min/km ein und fiel nicht mehr unter die 6er Marke. Ich setzte mir immer wieder kleine virtuelle Ziele die ich mindestens noch anlaufen musste. Also Kaiserthermen dann Ecke Saarstraße, Matthiasstraße, Südallee und Neustraße. Das half mir diese Teilstrecken zu überwinden.

In der Hubert-Neuerburg-Straße überholte mich der erste Halbmarathon-Läufer. Angeführt von einem Motorrad-Polizisten der versuchte die Strecke für den Spitzensportler freizumachen. Seine Aufgabe war nicht wirklich einfach. Läufer mit lauter Musik auf den Ohrhörern folgten den Anweisungen (selbst Handzeichen) des Polizisten nicht und blockierten den Weg des Athleten. Sowas finde ich schade, ich laufe ja auch gerne mal mit Musik aber immer so, dass ich noch was von der Umwelt mitbekomme. Der Top-Läufer musste dann leider ein wenig Schlangenlinien laufen was aber dem Endresultat sicher nicht allzu sehr geschadet hat denn er sprintete auch noch nach dieser langen, bereits zurückgelegten, Distanz. Lange Zeit folgte kein weiterer Halbmarathon-Läufer einem Sieg des Sportlers stand also nix im Wege.

Etwas vor der Südallee folgte eine weitere Hustenattacke. Diesmal schmeckte der ausgehustete Schleim etwas metallisch. „Ich gehe drauf!“, dachte ich. Am Straßenrand stand ein medizinisches Team und ich überlegte kurz mich in deren Obhut zu begeben und einfach aufzugeben. Als ich den Gedanken zu ende gedacht habe war ich aber auch schon am selbigen Team vorbei und musste also weiter laufen.

Immer wieder waren Hinweisschilder für die zurückgelegte Strecke zu finden aber meistens nur für den Halbmarathon. Nur zwei- oder dreimal fand ich einen Kilometerhinweis für die 10er Strecke. Das war schade, wer kein technisches Hilfsmittel für das Tracking hatte und sich in Trier nicht auskennt ( ich denke hier zum Beispiel an meine beiden Mitstartet Axel mit seiner Frau ) hatte Probleme seine Kräfte richtig einzuteilen. Hier sollte der Veranstalter nachbessern oder kann jemand bestätigen, dass die KM-Hinweise für 10er Läufer regelmäßig zu finden waren? Vielleicht habe ich sie nur nicht wahrgenommen weil ich mit Atmen mehr beschäftigt war. ( Kontakt gerne per Mail an kontakt@laufportal.net )

Ich hatte noch Hoffnung durch die zahlreichen Zuschauer ab der Neustraße einen unerwarteten Energieschub zu bekommen aber es war einfach keine Leistungssteigerung mehr abrufbar. Die blockierten Atemwege verhinderten das und zusammenbrechen wollte ich auch nicht.

Völlig erschöpft...
Völlig erschöpft…

Der letzte Kilometer war eine reine Qual. Ich konnte die fantastischen Klänge und Anfeuerungsrufe zwar wahrnehmen aber nicht wirklich realisieren bzw für mich nutzen. Ich lief die letzten Meter noch nach der Suche des Zieltores und war froh als ich selbiges überqueren konnte. Mein Freund Axel stand bereits mit 2 Bitburger Radler 0,0% am Rand aber ich musste erstmal runterkommen. Mein Bruder und meine Nichte kamen dann auch noch zu mir und gratulierten mir zu der erbrachten Leistung. Das war für mich was ganz besonderes und hatte einen kleinen Wunsch erfüllt das irgendjemand aus der Familie bei meinem Jahresziel anwesend sein sollte. Das hat mich sehr gefreut.

Fast geschafft!
Fast geschafft!

Am Ende erzielte ich eine Zeit von 1:00:51 für die 10km Distanz und verfehlte das selbst auferlegte Ziel somit nur knapp. Einerseits bin ich stolz trotz Erkältung den Lauf überstanden zu haben andererseits bin ich auch ein wenig enttäuscht die 60 Minuten nicht geknackt zu haben. Auch Schade, dass ich das ( im nachhinein betrachtet ) tolle Ambiente und die geniale Athmosphäre der Stadt Trier nicht geniessen konnte.

 

 

1:00:51

1:00:51

Fazit für diesen Lauf:

  • tolle, schnelle und flache Strecke
  • gut organisiertes Event
  • quante Zuschauer
  • muss man mal mitgemacht haben!

Dann ein Fazit zum „Mein weg zum Trierer Stadtlauf“ und warum dies ein Schlusswort ist.

  • Ich hätte zu Beginn des Projekts niemals gedacht, dass ich jemals in der Lage sein könnte Strecken von 10km ohne Unterbrechung zu laufen. Das ist mir trotzdem gelungen.
  • Ich habe nette Leute kennen gelernt die mir halfen immer wieder Grenzen zu überwinden.
  • Ich hatte viele Momente in denen ich einfach mal glücklich war.
  • Ich habe 15,8kg abgespeckt was das Leben deutlich einfacher macht.
  • Ich habe ein ganz anderes Körpergefühl.
  • Ich habe es nicht geschafft 10km unter 60 Minuten zu laufen!
  • Ich habe die 90 kg Marke leider nicht geknackt!
  • Generell: Es war die Mühe wert!

Trotzdem ist jetzt die Zeit gekommen das Projekt „Mein Weg zum Trierer Stadtlauf“ zu beenden um mich neuen Aufgaben zu stellen!

Ich danke folgenden Personen:

  • Allen Lesern meines Blogs, ihr habt 50% der Motivation für dieses Projekt ausgemacht.
  • Stephan Kolle – Lauftrainer bei City-Sport Trier für die tolle Unterstützung des ersten Laufkurses im August 2017.
  • Dirk Engel – Trainer beim LT Schweich für den genialen Support und die Leistung die er für und um den Lauftreff Schweich erbringt.
  • Meinen Arbeitskollegen und der Firma Luxelec Building Technology für die Unterstützung und das gemeinsame Interesse an meinem Hobby.
  • Dem Youtuber Turnschuhheizer für seine vielen Tipps rund um den Laufsport!
  • Fabian Arens – Mein Ernährungsberater, der mir von der 92kg Hürde geholfen hat und mich weiterhin unterstützen wird.
  • Allen Mitgliedern vom Lauftreff Schweich für die stets aufmunternden und motivierenden Worte, die tollen Tipps für besseres Laufen und die vielen Aktivitäten rund um dem Laufsport.
  • Besonders bedanken muss ich mich bei der lieben Ellen Kohl der ich den bisher stärksten Leistungsschub zu verdanken habe. Ohne die Begleitung von Ellen wäre ich niemals so weit gekommen. Sie hat sich immer die Zeit genommen für tolle Tipps, motivierende Worte und ist niemals von meiner Seite als langsamer Anfänger gewichen.
  • Einen weiteren besonderen Dank geht an Axel Kircher, meinem besten Freund. Er ist mir immer eine moralische Unterstützung und hat immer ein offenes Ohr für mich. Merci Axel!
  • Den aller größten Dank gilt meiner Frau Martina, die mir ohne zu zögern die nötige Zeit gegeben hat überhaupt erst 2-3x in der Woche Laufen zu gehen und somit auch zu diesen Zeiten alleine die Kinder hüten musste. Das macht längst nicht jede Frau und dafür bin ich der Liebe meines Lebens dankbar.

Mein Weg zum Trierer Stadtlauf“ ist somit beendet!

Danke für eure Aufmerksamkeit und eure Treue! Schaut euch das Video an, welches in den kommenden Tagen erscheinen wird!

Noch 2 Tage bis zum Trierer Stadtlauf

Läuft´s? Nö! Ist doch normal….

Letzten Dienstag konnte ich wegen eines Elternabends nicht am Training teilnehmen und gestern ging es aus privaten Gründen leider nicht. Passend zu der verlorenen Trainingszeit habe ich seit gestern Abend eine tolle Erkältung mit laufender Nase und einem schmerzenden Rachen. Ich war ja auch schon lange nicht mehr krank und von daher musste es ja genau vor dem Main-Event 2018 ja noch mal reinhauen.

Ich habe mal alles an Chemie eingeworfen was im Hause war und hoffe am Sonntag Morgen gesund und munter an den Start gehen zu können. Wenn ich komplett flach liegen sollte weiß ich nicht was passiert…

Also hoffen wir mal das Beste.

Ein Spendenlauf für die Forschung gegen Kinderkrebs

Es fühlt sich absolut gut an, wenn man mit dem was man gerne macht auch was für einen guten Zweck bewirken kann. So auch in diesem Fall.

Auf dem Internet-Portal: tageblatt.lu ist ein Artikel nachzulesen, indem Läufer dazu aufgefordert werden Spenden für die Forschung gegen Kinderkrebs zu sammeln.

Das Ganze endet dann in einem Benefizlauf über 5 oder 10 km in Luxembourg.

Mein Chef hat mich vor zirka 2 Wochen darauf angesprochen ob wir da nicht als Team mitlaufen sollten. Der Gedanke mit meinem Hobby ein solches Projekt zu unterstützen hat mich natürlich direkt begeistert. Sollten wir in den kommenden Wochen allerdings kein Team auf die Beine stellen können werde ich wohl als Einzelläufer dort starten.

Alles für den guten Zweck!

Quellen:

Luxemburger laufen gegen den Kinderkrebs

https://www.letzgogold.lu

Firmenlauf Wittlich 2018…

Einige haben mich bereits gefragt wann denn mein Bericht vom Firmenlauf Wittlich erscheinen wird. Die Antwort ist schnell gegeben:

Warum nicht??? Weil wir diesmal nur 4 Läufer waren und leider einer der Teilnehmer kurzfristig krank wurde. Mit 3 Läufern muss man nicht laufen denn dann gibt es keine Wertung. Ich denke das war es dann erstmal mit den Firmenläufen, wird wohl schwer so noch den ein oder anderen dafür zu begeistern…