Training – 5 km Langsamlauf

Der Lauftreff Schweich veranstaltete gestern Abend ein Sondertraining mit einem Langsamlauf über eine Distanz von etwa 5 km. Das habe ich genutzt um endlich wieder Fuß zu fassen und um den Wiedereinstieg in meinen Lieblingssport zu finden. 

Die Laufschuhe hatte ich schon seit einiger Zeit im Auto, das Wetter hat gepasst, ich war nicht zu müde und konnte rechtzeitig Feierabend machen. Alle Zeichen standen somit auf „Run Bitch Ruuuun!“

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Als ich ankam fing es auch schon an zu dämmern. Die ersten Läufkollegen kamen auch schon kurz nach meiner Ankunft an und einige waren überrascht mich wieder zu sehen. Irgendwie wurde ich wohl leicht vermisst. 

Nach einer kurzen Ansprache von unserem Trääääner Dirk ging es dann auch schon los in den Ermesgraben in Schweich. Die Beleuchtung reichte zu 95% aus um nicht auf die Schnauze zu fliegen. Beim nächsten Lauf packe ich aber auch mein Lauflicht ein, besser ist das.

Nach etwa 1500m stoppten wir und der Trainer forderte die Gruppe zu leichten Fitnessübungen auf. Leicht… ok kein Freeletics aber ich spüre die Auswirkungen heute schon ein wenig. Soll ja auch so sein. Sport ist Mord und so. Das wiederholten bzw. erweiterten wir etwa alle 1000m und waren nach etwas mehr als einer Stunde wieder zurück auf dem Sportplatz beim Haus des Sports in Schweich.

Es waren zwar nur etwas mehr als 5km und das wie bezweckt in moderatem Tempo aber es hat riesig Spaß gemacht. Ich habe das Gefühl des Laufens einfach in der letzten Zeit arg vermisst. Aber jetzt bin ich ja wieder da. 

Erwischt! Der kleine Dicke ist gar nicht auf dem Foto! Ok, er hat fotografiert…

Warum schwärme ich immer so vom Lauftreff? Das ist eine gute Frage. Wie viele inzwischen wissen bin ich etwas Sozialbehindert, so wie ich es immer nenne. Ich bin kein Freund von Geselligkeit oder einer mit dem man sich stundenlang über Gott und die Welt unterhalten kann. Trotzdem fühle ich mich im LT extrem wohl. Da ist jeder freundlich, alle werden akzeptiert. Keiner ist hochnäsig oder schaut den anderen nicht an weil er drei Leistungsklassen schlechter läuft. Hier spricht der Top-Läufer mit dem Laufeinsteiger. Das auch nicht „von oben herab“ sondern auf gleichem Niveau. Jeder passt ein wenig auf den anderen auf und steht mit Rat und Tat jedem anderen Mitglied zur Seite. Niemand wird beim Laufen alleine gelassen und IMMER ist jemand da der auch den letzten Läufer mitzieht und ins Ziel begleitet. Wo hat man sowas schon. Wenn man denkt das ist doch in jedem Verein so dann muss ich hier ein Veto einlegen. Hier ist es gefühlt anders. Klar ein „normaler“ Verein aber familiärer! 80% von den Leuten gestern ist aufgefallen, dass ich längere Zeit ausgefallen bin und einige waren dann auch froh mich dann doch mal wieder zu sehen. Es ist Familie, ein Ort an dem man sich gut aufgehoben fühlt und an dem man auch irgendwie „nach Hause“ kommt.

Die wichtigste Regel überhaupt!                                                      (c) by runtastic