35. Mitternachtslauf in Kröv 2019

Vor einem Jahr bin ich aus Spaß beim Mitternachtslauf in Kröv angetreten. Damals auch etwas schockiert, dass ich in meinem jungen Alter bereits im Junggebliebenen-Lauf mitlaufen musste. Aber der Lauf war prima. Die Atmosphäre stimmte und ich lief zum ersten Mal mit Hanne gemeinsam ein Rennen. Letztes Jahr war es noch eine knappe Sache, in diesem Jahr sah das schon anders aus. Hanne ist in einer tollen Trainingsform da sie nahezu täglich die Laufschuhe schnüren kann und auch nur knapp über 20kg wiegt ( geschätzt ). Es war mir also unmöglich mich mit ihr zu battlen. Das machte aber auch gar nichts, denn in 3 Wochen steht schon der Trierer Stadtlauf an und da das ja wieder mein erklärtes Jahresziel ist wollte ich kein Risiko eingehen und einfach nur den Lauf genießen.

5120 – Marco Reuter

Wir waren beide etwas verwirrt angereist, Hanne hatte ihre Kopfhörer vergessen und ich die Weinflaschengutscheine im Auto. Also haben wir uns warm gemacht während wir mehrfach zurück ans Auto laufen mussten. Das war so geplant *hust*

Es waren einige Schweicher am Start aber irgendwie schafften wir es nicht ein Gruppenfoto zu machen. Das ist in letzter Zeit sowieso etwas schwieriger geworden wenn keine Person der Vereinsleitung dabei ist.

Fast pünktlich könnten wir starten. Ein Blick ging immer wieder in den Himmel da dieser auf dem Hinweg alle Wettervariationen offenbarte. Wir hatten aber Glück und es blieb trocken. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Perfekter Läuferwetter. Bereits in der ersten Runde merkte ich, dass die Atmung nicht so funktionierte wie ich gerne wollte. Der Juni ist jedes Jahr ein kritisches Jahr da der Pollenflug meine Atmung nahezu lahmlegen kann. Ich habe zwar ein Spray dagegen aber da muss ich den ganzen Tag „vorpumpen“. In Luxembourg hatte es gut funktioniert, gestern hatte ich es etwas vernachlässigt. Aber kein Problem ich wollte keine PB laufen. Ich habe dann nochmal ein bisschen Leistung rausgenommen und mich dazu entschlossen den Lauf und die Anfeuerungen der Leute zu genießen. Das Publikum war wieder großartig und heizte die Meute gekonnt an. Kinder liefen den Läufern entgegen und reichten ihnen Becher mit erfrischendem Wasser.

Einige Läufer nahmen das Rennen meiner Meinung nach ein wenig zu ernst, so dachte einer der Topläufer er müsste mich anrempeln und extrem knapp an mir vorbei laufen. Er hatte so einen Vorsprung dass es auch für ihn kein Problem gewesen wäre einen Bogen um mich zu machen. ich bin schon am Rand gelaufen um niemanden zu behindern. Junge du hättest dadurch keine Zeit verloren. Aber wie sage ich immer so schön: Man sieht sich immer zweimal im Leben…

Herzfrequenz im guten Bereich
9.400m durch Kröv
Knapp 1 Stunde…für mich in Ordnung
Die Trophäe mal anders. Sicher lecker aber der bleibt zu.
Das nächste Rennen ist dann der giorun19 in Luxembourg