HM Vorbereitung – Zwischenbericht

Mein Freiburgmarathon
Mein Freiburgmarathon

Es sind nur noch 52 Tage bis zu meinem ersten Halbmarathon-Versuch im schönen Freiburg und die Vorbereitung läuft, wie sollte es auch anders sein, alles andere als vernünftig. Auf der Arbeit gibt es einen ganzen Haufen zu tun und auch die Familie möchte mich hin und wieder einmal sehen. Den gesundheitlichen Aspekt kann ich dabei aber auch nicht außer acht lassen, denn ich scheine alles rundherum an Keimen und Bakterien aufzusammeln. Zuletzt hatte ich mir eine Erkältung eingefangen und die Atemwege waren nicht frei genug um ein sinnvolles Training absolvieren zu können. Ich hatte es zwar versucht, musste mich aber noch wenigen Kilometern geschlagen geben ( siehe Polar-Trainingseinheit vom 05.02.2019 ). Gestern Abend atmete es sich aber wieder etwas besser und die 10km waren locker flockig abgelaufen.

12.02.2019
12.02.2019

Jetzt gilt es, sich in den noch anstehenden Trainingseinheiten zu steigern und mich der 21 km Marke zu nähern. Einen Plan dazu habe ich mir ausgearbeitet aber ob meine Umwelt die Ausführung wie geplant zulässt bleibt abzuwarten.

Firmenläufe und das nähere Umfeld

Letzte Woche wurde bekannt, dass bei uns in der Firma die Geschäftsführung wechselt. Das stellt mich im Bezug auf kommende Firmenläufe vor ein kleines Problem. Genau die Person, die die Firma verlässt war der „Antrieb“ für die Firmenläufe im letzten Jahr. Ich befürchte, dass in dieser Saison auch aufgrund eines allgemeinen Schwund an Interessenten keine Firmenläufe stattfinden werden.

In letzter Zeit werde ich vermehrt darauf angesprochen, dass ich zu langsam laufe bzw. einfach nicht schnell bin. Man bekommt dabei das Gefühl einfach nur schlecht zu sein bei dem was man mit Liebe und Leidenschaft tut. Ich habe niemals behauptet ein schneller Läufer zu sein. Tempotraining wird in diesem Jahr wohl weniger auf meinem Plan stehen. Mein öffentlich erklärtes Ziel ist die Bewältigung von Distanzen. Mehr nicht aber auch nicht weniger. Im letzten Jahr bin waren 10km das Ziel und in diesem Jahr sind es 21km. Das ist doch auch schon eine Steigerung, sofern ich es denn innerhalb dieses Jahres schaffe.

Ebenfalls bleibt anzumerken, dass ich immer noch fett bin und der Winter macht es mir nicht leicht weiter abzuspecken. Ich denke das wird sich ändern wenn die Temperaturen wieder ansteigen aber im Moment bin ich froh, wenn ich nicht zunehme. Und nein, ich esse nicht mehr oder falsch. Der Winter ist wohl einfach nicht meine Jahreszeit.

Ob ich im nächsten Jahr dann mal auf Tempo gehe oder nach erfolgreichem HM mal einen Marathon plane entscheide ich, wenn Laufportal.net 3.0 ansteht. Bis dahin gilt für mich weiterhin: Distanz > Tempo

Polar Vantage V – Firmware 3.0.10

Seit vorgestern ist das langerwartete und von Polar heiß angepriesene Firmware-Update erhältlich. Damit sollen alle Fehler und Probleme ( insbesondere das GPS Problem ) behoben sein. Version 3.0.10 lies sich ohne Probleme per iOS-App installieren. Die Smart-Funktionen sind verfügbar und funktionieren auch ohne Probleme. Die viel wichtigere GPS-Funktion blieb aber scheinbar von den Entwicklern unberührt. Was auf den ersten Blick auf die oben dargestellte Karte gut aussieht, entpuppt sich bei detaillierter Betrachtungsweise als stellenweise so ungenau wie vorher auch.

Polar Vantage V - FW 3.0.10Polar Vantage V – FW 3.0.10
Polar Vantage V - FW 3.0.10Polar Vantage V – FW 3.0.10

Moment! Irgendwas müssen die Entwickler doch an der Software geändert haben, denn die Uhr braucht zehnmal so lange um das GPS-Signal zu empfangen. Für mich steht fest, für die aktuelle Trainingsphase reicht diese Uhr erstmal. Sollte aber Apple in einer der kommenden Versionen seiner AppleWatch die Akkulaufzeit verbessern können dann bin ich wieder Träger eines Apfelproduktes.

Offtopic: Karate

Ich habe es irgendwo in der letzten Zeit schonmal erwähnt. Mittwochs und Sonntags trainiere ich in einer Anfängergruppe beim Sportverein Föhren Karate. Ich habe das vor 30 Jahren schonmal gemacht und bin gespannt was mich da in den kommenden Wochen noch so erwarten wird. Ich werde hier auf dem Portal nicht so viel über Karate schreiben. Es gibt zwar einen eigenen Menüpunkt aber ich denke die Berichterstattung meiner „Laufkarriere“ hat weiterhin meine volle Aufmerksamkeit. Immerhin werde ich so zweimal in der Woche dazu ermuntert Stabiübungen und Körperspannung zu trainieren. Das ist doch auch ein schöner Nebeneffekt.

Literatur

Ich habe mir aufgrund einer Empfehlung die beim letzten Seminar ausgesprochen wurde etwas Literatur zugelegt. Dazu gehört folgendes Buch:

F-AS-T Formel
F-AS-T Formel 4.0

Ich habe das Buch leider noch nicht ganz durch aber es ist schon jetzt eine Empfehlung. Ach ja, das ist ja wieder Werbung. Also => Dieser Beitrag enthält WERBUNG! ( So ein Schwachsinn… )

Sonstiges

Letzte Woche wurde ein Entwurf der diesjährigen Medaille des Trierer Stadtlaufs veröffentlicht. Ich finde sie ist gelungen und eine Reise nach Trier wert.

Trierer Stadtlauf 2019
Trierer Stadtlauf 2019

Fährturmlauf 2019 in Schweich

Beim Fährturmlauf werde ich in diesem Jahr wohl nicht aktiv teilnehmen. Ich werde, so wie es aktuell aussieht, das Event in Bild und ggfs. auch in Ton festhalten. Das bedeutet ihr werdet mich mit meiner Kamera irgendwo auf der Strecke finden. Also immer schön lächeln!

Das angekündigte Video….

Gestern erhielt ich einen sehr netten Leserbrief in dem jemand bedauert hat, dass ich das Ende des Laufblogs angekündigt habe. Ich habe mich unwahrscheinlich über dieses Feedback gefreut und mich dazu entschlossen die Ankündigung des neuen Projekts schon heute zu veröffentlichen.

Ich hatte ein komplettes Video dazu gemacht aber aus irgendeinem Grund war der Ton nicht zu gebrauchen. Daher gibt es heute „nur“ den Trailer.

Laufen mit Freunden

Remscheid – Hackenberg – Zu viel Zeit ist vergangen als ich zum letzten mal bei meinem Donnerbuddy Axel zu Besuch in Gevelsberg war.  Am letzten Wochenende sollte es aber endlich wieder soweit sein. Also habe ich meine Laufsachen eingepackt und bin nach Gevelsberg ( NRW ) gefahren.

Röntgenlauf Remscheid – 28.10.2018

Da wird uns schon früh für den Ende Oktober stattfindenden Röntgenlauf in Remscheid angemeldet hatten war es auch Pflicht, um die Strecke mal kennenzulernen, die selbige dann auch mal abzulaufen.

5km sind angesetzt und man kündete mir eine Steigung an, die es in sich hätte. Kein Problem für mich, ich bin das ja durch den Höllenanstieg gewohnt. Dazu später mehr….

Ein schöner Rundweg entlang der Wupper

Das Wetter passte und ich war natürlich wieder viel zu spät angekommen. Der fleißige Leser meines kleinen Laufblogs weiß, dass das immer bei mir so ist. Wichtige Leute kommen halt immer zu spät. Die Strecke erinnerte zu Beginn an den wöchentlichen Waldlauf in Föhren, die Wege waren ähnlich und zum Glück ging es erstmal leicht bergab. Die Atmung passte, das Asthmaspray gegen den Heuschnupfen wirkte also. Entlang der Wupper ( Nein ich ging nicht über die selbige, nur entlang ) konnte man bei gemäßigtem Tempo die schöne Landschaft genießen. Wir hatten uns eine durchschnittliche Pace von etwa 6,5 km / min gesetzt und die hielten wir auch ein.

Axels Frau, wir sind zum ersten mal zusammen gelaufen, fragte mich ob alles in Ordnung wäre weil ich ziemlich rot im Gesicht war. Natürlich war alles in Ordnung, das rote Gesicht gehört schon bei kleinen Anstrengungen zu mir wie mein Ars… Ok der wird zwar nicht rot aber den werde ich auch nicht mehr los.

Dann kam die eben bereits erwähnte Anhöhe…. FUCK! Ich wusste erstmal nicht, ob das jetzt ernst gemeint war oder ein Scherz meines Kollegen sein sollte. Meine Kletterausrüstung hatte ich nämlich nicht dabei und die Steigung da ging gefühlt mind. 100%! Das kann man bei einem Lauf doch nicht bringen! Es war ebenfalls auch keine kurze Strecke, das hätte man ja vielleicht noch verkraften können.

Einen solchen Berg, eine solche Steigung oder den Highway to Heaven bin ich noch niemals gelaufen. Das war für mich auch gar nicht zu schaffen. Einen Teil musste ich gehen, das war dann auch nicht langsamer als diese Strecke zu laufen. Sowas habe ich noch nicht gesehen. Ich war vollkommen außer Atem als ich oben angekommen bin. Ich möchte nebenbei erwähnen, dass Axel die Steigung ohne Probleme überwinden konnte. Klar, es gibt eben auf dieser Welt nix, was Axel nicht kann….

Die angesetzte Pace war somit natürlich im Ars…. ich meine nicht mehr erreichbar. Den letzten Kilometer konnten wir dann ( nach einer kleinen Sauerstoff-Therapie ) wieder etwas flotter hinter uns bringen und den Lauf auch erschöpft aber erfolgreich abschließen. Hab ich schon erwähnt, dass ich sowas noch NIE gesehen habe??? Hammer!!! Ironman-Marathon ist nix dagegen….

Axel ( links ) völlig cool, Ich ( rechts ) völlig außer Atem

Den Rest des Wochenendes haben wir dann mit der Planung unserer Teilnahme am Trierer Stadtlauf verbracht, etwas gefachsimpelt, über mein Leben philosophiert und die Vitaminreserven mit frischem gekühlten Orangensaft wieder aufgefüllt. Axel nimmt im kommenden Monat zusammen mit seiner Frau ebenfalls beim 10km Lauf in Trier teil. Er läuft dann unter dem Banner vom laufportal.net.

Vitamin C ist gut für die Seele.

Hab ich irgendwo oben schon mal erwähnt wie brutal diese Anhöhe ist???

 

Laufportal.net hat 2 neue Läufer!

Trier – 18.05.2018 Soeben wurden zwei neue Läufer von Laufportal.net bei den Anmeldungen zum Trierer Stadtlauf gesichtet. Es handelt sich um die beiden Top-Läufer Jan Anakin und sein jüngerer Bruder Lennard, die beide beim Wochenspiegel Trier Bambinilauf über die Distanz von 400m teilnehmen werden und somit in die Fußstapfen ihres Vaters treten werden.

Auch über diesen Lauf wird dann ausführlich berichtet!

Stay tuned for more Information!

Der Einfluß des Alltags auf die Leistung im Training

Gestern war ein hammerharter Tag. Schon die Nacht zuvor war sehr anstrengend. Generell gehe ich eigentlich immer spät ins Bett, ich will den Abend ja auch nutzen um auch noch irgendwas vom Tag zu haben. Der jüngste Nachwuchs ist aktuell krank und hat uns um 3 Uhr etwas auf Trapp gehalten. Nachdem er beruhigt war konnte ich aber auch nicht mehr in den erholsamen Schlaf finden. Um kurz nach 5 Uhr bin ich dann aufgestanden um mich möglichst früh auf den Weg zur Arbeit machen da hier seit einigen Tagen ein Stau für lange Anfahrtswege sorgt. Mindestens 30-45 Minuten muss man hier schon mehr als sonst investieren und von den Nerven die bereits am Morgen strapaziert werden möchte ich erst gar nicht sprechen. Das Gleiche fällt natürlich auch nach einem anstrengenden Arbeitstag auf dem Rückweg wieder an. Hier sind dann Wartezeiten von bis zu einer Stunde die Regel. Völlig übermüdet und genervt bin ich dann Zuhause eingefallen, habe mich umgezogen und bin dann quasi ohne erstmal richtig „anzukommen“ auch schon wieder aufgebrochen. Die Müdigkeit hat hier schon ihren Tribut gefordert denn es war schwer konzentriert zu bleiben und ich muss auch zugeben, dass die Motivation am Lauftraining teilzunehmen nicht die Beste war. Das kleine Teufelchen auf meiner Schulter flüsterte mir andauernd ins Ohr, dass ich auch mal ein Training ausfallen lassen könnte und es ohnehin viel bequemer auf der heimischen Couch sein würde. Das Engelchen hat es dann aber, mit Blick auf den immer näher rückenden Termin, geschafft mich zum Treffpunkt des Lauftreffs zu lotsen.

Als wir dann losgelaufen sind war schnell klar, dass es heute kein Zuckerschlecken wird. Die Technik, hier Runtastic, forderte unerklärlicherweise mehrere Bestätigungen nach GPS, Account und Co wodurch ich das Tracking einige hundert Meter zu spät starten konnte. Einstellungen während dem Laufen zu verändern steigert die Lust nicht wirklich. Der Anstieg der Hölle war viel viel schwerer als sonst und auch der Rest des Laufes fiel mir nicht leicht. Die Beine waren schwer, der Rest des Körpers fühlte sich auch nicht viel besser an. Nach der Höhenüberwindung hoffte ich, dass Ellen rechten Weg ( 8km ) heute laufen möchte, aber „leider“ bog sie links ab auf die 10km Distanz. Es war schwer bis nahezu unmöglich den richtigen Laufrhythmus zu finden, den Kopf auszuschalten und einfach nur zu laufen. Der Kopf projizierte Gedanken in Form von „lass dich einfach fallen und stirb!“ die Beine riefen nach der Couch und der Schweiß verkündete „warum tust du dir das an?“

Auf den letzten beiden Kilometern wurde ich dann noch von den Topläufern des Vereins überholt ( nicht wundern, sie sind eine weitere Strecke gelaufen ) und zwei Mitglieder hatten mich dann den Rest der Strecke mitgezogen. Ab dann lief es merkwürdigerweise wieder rund. Zu spät für ein erfolgreiches Training.

Zuhause angekommen fiel ich auf die Couch und war für nichts mehr zu gebrauchen. Eine Alternative zum Arbeitsweg muss her. Ich werde ab der kommenden Woche dem Schienenverkehr den Vorrang geben und mich locker und entspannt der deutschen und luxemburgischen Bahn widmen. Mal schauen ob es dann wieder etwas runder läuft.

Fakt ist, wenn ich mich am Samstag Abend genauso fühle werde ich dem Teufelchen folgen und mit dem Arsch auf der Couch bleiben. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.